Eines unsere Behandlungszimmer. Links Materialschränke und Waschbecken, sowie ein PC Arbeitsplatz. Rechts im Bild der Behandlungsstuhl mit Instrumenten zur Zahnbehandlung. An der Wand im Hintergrund 2 Holzmöwen als Dekoration.

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Behandlung

Zahnfleischbehandlung

Parodontitis (früher Parodontose) zählt zu den am weitesten verbreiteten Krankheiten. Die meisten Zähne gehen durch zu spät erkannte oder ungenügend therapierte Parodontitis verloren. Unbehandelt kann sie sogar zu Herzerkrankungen, Arteriosklerose, Leber- und Nierenentzündungen, Diabetes und Schwangerschaftskomplikationen führen. Eine individuelle Diagnostik und eine auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Behandlung ist Voraussetzung dafür, dass die Zähne bis ins hohe Alter voll funktionsfähig erhalten werden können.

Zahnfleischentzündung bis hin zur Parodontitis

Es leben zwischen 350 und 500 verschiedene Bakterien im Mund. Die meisten davon sind harmlos, andere können das Zahnfleisch im Mundraum angreifen. Ursachen für eine Zahnfleischentzündung können folgende sein: Rauchen, Stress oder keine ausgewogene Ernährung, genetische Faktorien, allgemeine Erkrankungen oder eine nicht ausreichende Mundhygiene. Das Ziel der Zahnfleischbehandlung ist der Erhalt aller Zähne sowie die Genesung des kranken Zahnes.

Vorerst müssen dafür die bakteriellen Beläge in den Zahnfleischtaschen von den befallenen Zahnflächen befreit werden. Die systematische Zahnfleischbehandlung wird mit speziellen Instrumenten durchgeführt. Diese Werkzeuge können die in der Tiefe sitzenden Bakterienkolonien und die harten Konkremente von den Wurzeloberflächen vorsichtig abtragen. Neben Handinstrumenten werden Ultraschall, medizinsche Spüllösungen oder Laser eingesetzt. Üblicherweise geschieht diese Prozedur unter örtlicher Betäubung. Auf diesem Weg wird die Entzündung beseitigt und die Zahnfleischtaschen reduziert. Das Ziel einer jeden Zahnfleischbehandlung ist es, die Bakterien unter dem Zahnfleisch in den Zahnfleischtaschen zu beseitigen um die Ursache der Entzündung zu bekämpfen.

Lässt man dies unbehandelt, kann sich daraus eine Parodontitis entwickeln, wobei dann zusätzlich noch der Zahnhalteapparat angegriffen wird. Dies erkennt man an gerötetem Zahnfleisch, einer Veränderung der Zahnstellung, einer Lockerung der Zähne, eitrigem Ausfluss oder an Mundgeruch.

Eine zeitige und gründliche Behandlung der Parodontitis ist entscheidend, da ansonsten Zahnverlust inklusive optischen oder funktionelle Beeinträchtigungen eine Folge sein kann. Zusätzlich erhöht eine unbehandelte Erkrankung das Risiko für Diabetes oder Herzerkrankungen erheblich. Selbst Frühgeburten oder ein niedriges Geburtsgewicht können unter Umständen mit einer unbehandelten Parodontitis zusammenhängen. Um dies in den Griff zu bekommen, werden unter Anästhesie harte Zahnbeläge in den Zahnfleischtaschen sowie am Zahn beseitigt. Dieses Abschaben kann sich durchaus über mehrere Termine strecken. Wenn die Taschen schon zu tief sind, kann es sein, dass nur noch ein chirurgischer Eingriff die harten Beläge auf den Zähnen entfernen kann.

Vorbeuge gegen eine erneute Erkrankung

Mit einer Zahnfleischbehandlung werden die Bakterien aus den Zahnfleischtaschen entfernt. Doch das ändert nichts an Ihrer Anfälligkeit für diese Bakterien. Sie können diese Zahnfleischerkrankung also jeder Zeit wieder bekommen. Allerdings können Sie dem entscheidend vorbeugen. Wenn Sie sich gründlich und mehrmals täglich die Zähne putzen und regelmäßig zur Nachsorge gehen, sammeln sich vermutlich keine kritische Mengen von Bakterien am Zahnfleischraum sowie in den Resttaschen an. Machen Sie sich keine Sorge, wenn Sie vorübergehend an einer Kalt-Warm-Empfindlichkeit leiden oder empfindlich sind beim Aufbeißen, das wird sich nach einiger Zeit legen.

Zahnersatz

Die natürlichen Zähne sollten so lange wie möglich erhalten werden. Sollte dennoch Zahnersatz angefertigt werden müssen, erfordert dies eine detaillierte Diagnostik und eine sorgfältig geplante Therapie. Wir bieten Ihnen grundsätzlich mehrere mögliche Alternativen an, um mit Ihnen zusammen die für Sie perfekte Methode finden zu können. Zur Umsetzung arbeiten wir mit verschiedenen zahntechnischen Laboren zusammen, die eine hochwertige Verarbeitung garantieren. Sehr hohe Präzision, Biokompatibilität und die naturgetreue Gestaltung sind maßgebende Kriterien.

Schon nach dem Verlust eines einzelnen Zahnes ist eine Versorgung der Lücke notwendig, da die Karies- und Parodontitisgefahr erhöht ist. Die Nachbarzähne können sich verschieben oder lockern und im gegenüberliegenden Kiefer verlängern sich die Zähne.

In komplizierteren Fällen haben wir so auch die Möglichkeit, Farbanpassungen, Stellungskorrekturen etc. direkt vor Ort mit der Zahntechnik vornehmen zu lassen oder zu besprechen.

festsitzender Zahnersatz

Festsitzender Zahnersatz wird an vorhandenen Zähnen oder Implantaten befestigt und kommt daher dem natürlichen Gebiss am nächsten. Es ist dabei auch möglich mehrere fehlende Zähne zu ersetzen. Zum festsitzenden Zahnersatz zählen Veneers, Teilkronen, Kronen, Brücken und Implantate. Diese können in unseren zahntechnischen Laboren aus Vollkeramik hergestellt werden, oder aus einem Nichtedelmetall- oder Goldgerüst mit Keramik- oder Kunststoffverblendung bestehen.

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Zwei Brücken im Vergleich. Eine in silbrig glänzender Metallausführung mit Keramikverschalungen an den sichtbaren Seiten, die Andere in zahnfarbener Keramik. Zwei Metallbrücken. Die eine auf einem künstlichen Unterkiefer mit Zähnen und zeigt wie sie im Mundraum positioniert wird. Die Andere liegt vor dem Unterkiefer. Eine Krone aus zahnfarbener Vollkeramik liegt vor einem künstlichen Unterkiefer.

herausnehmbarer Zahnersatz

Hierbei werden viele verschiedene Ausführungsarten unterschieden. Angefangen von einer einfachen, aus Kunststoff hergestellten Sofortprothese zum Ersatz eines oder mehrerer Zähne über Totalprothesen, die die Zähne eines ganzen Ober- oder Unterkiefers ersetzen, bis hin zu implantatgetragenen, herausnehmbaren Arbeiten.

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Eine Teilprotese gefertigt aus silbrig glänzenden Metall, zahnfarbener Keramik und fleischfarbenen Kunststoff für den Unterkiefer in dem nur noch wenige Zä:hne vorhanden sind. Daneben ein künstlicher Unterkiefer mit den entsprechenden Zahnlücken. Eine Teilprotese aus zahnfarbener Keramik und fleischfarbenen Kunststoff der auf beiden Seiten des Kiefers fehlende Backenzähne ersetzt. Eine herausnehmbare Unterkieferprothese aus Metall mit Keramikverschalung und fleischfarbenen Kunststoff. Daneben ein künstlicher Unterkiefer mit 4 Implantanten zur befestigung der Prothese im Mund. Herausnehmbare Prothesen für Unter- und Oberkiefer aus fleischfarbenen Kunststoff und Zahnersatz aus Keramik.

kombiniert getragener Zahnersatz

Der festsitzende Teil eines kombiniert getragenen Zahnersatzes besteht aus Kronen, Brücken, Teleskopen, Stegen oder Geschieben, die fest an die Zähne oder Implantate zementiert sind. An diesen festsitzenden Konstruktionen werden die herausnehmbaren Anteile befestigt, welche die fehlenden Zähne ersetzen. Kombiniert getragener Zahnersatz hat eine Reihe von Vorteilen gegenüber totalen Prothesen oder Teilprothesen, da diese einen wesentlich besseren Halt aufgrund der passgenauen Befestigung an den festsitzenden Zahnersatzteilen haben. Auch sind diese Arbeiten in der Regel gut erweiterbar.

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Eine Brücke die auf einer Seite an einem Zahn, auf der anderen Seite an einem Implantat befestigt wird. Im Hintergrund künstlicher Oberkiefer an dem Zahn und Implantat entsprechend vorbereitet sind zum einsetzen der Brücke.

Wurzelbehandlung

Wenn ein Zahn abgestorben oder der Zahnnerv entzündet ist, ist das Ziel, den eigenen Zahn im Gebiss zu erhalten. Um dies zu erreichen, ist eine sorgfältig durchgeführte Wurzelkanalbehandlung erforderlich. Dazu sind mehrere Sitzungen nötig. Der Zahnnerv wird entfernt. Anschließend erfolgt eine aufwendige Aufbereitung, Messung der Wurzellänge, Spülungen, Reinigung und Desinfektion des Zahnes. Verschiedenen Kontroll-Röntgenaufnahmen werden durchgeführt. Am Ende einer solchen Wurzelkanalbehandlung steht das Abfüllen des Zahnes, sodass er noch lange Zeit in Ihrem Mund verbleiben kann.

In komplizierten Behandlungsfällen arbeiten wir mit Spezialisten (Zahnarztpraxis Dr. Marco Bochmann) zusammen

Knirscher- und Kiefergelenkstherapie

eine Kunststoffschiene die einm Zahnprofil nachempfunden ist.

Zahlreiche Menschen knirschen und pressen nachts mit den Zähnen. Aber vor allem auch tagsüber haben sich viele Menschen eine Fehlfunktion des Kauapparates antrainiert, die ins Unterbewusstsein übergegangen ist und deshalb oft ohne professionelle Hilfe nicht mehr beseitigt werden kann. Die Ursachen sind häufig psychische Belastungen, wie Stress oder Schlafmangel. So werden Probleme buchstäblich immer und immer wieder "durchgekaut". Aber auch störende Zahnkontakte durch nicht an das Kiefergelenk angepassten Zahnersatz oder das "Schieben" eines wachsenden Weissheitszahnes können zu massiven Kiefergelenksschmerzen und Verspannungen führen. Schmerzen der Rücken- und Nackenmuskulatur, Schäden an Zähnen und Zahnersatz, chronische Kopf- und Gesichtsschmerzen und sogar Tinnitus (Ohrgeräusche, Ohrensausen) können die Folge sein.

Kunststoffschiene auf Gebissnachbildung. Die Schiene schmiegt sich direkt an die Spitzen der Zähne

Aufgabe des Zahnarztes ist es, frühzeitig erste Abnutzungserscheinungen am Gebiss wahrzunehmen. Wir können die Symptome mit Hilfe einer Schiene, die die Zähne und das Kiefergelenk entlastet und so das unerwünschte Knirschen und Pressen verhindert, lindern. Je nach Schweregrad können wir Ihnen eine spezielle Physiotherapie zur Lockerung der Kiefermuskeln verschreiben oder individuelle Entspannungsübungen empfehlen.

Anti-Schnarchschiene

Viele kennen den Lärm im Schlafzimmer durch nächtliches Schnarchen. Etwa die Hälfte der Bevölkerung in Industrienationen schnarcht. Ursache hierfür ist eine Verengung der Atemwege durch die nachlassende Muskelspannung während des Schlafs. Leichtes Schnarchen hat keine gesundheitlichen Folgen. Kritisch wird es allerdings, wenn Atemaussetzer hinzukommen. Bei dieser sogenannten Schlafapnoe sollte zuerst ein Schlafmediziner aufgesucht werden. Mit ihm zusammen entscheiden Sie sich für die richtigen Therapie.

Mit Hilfe einer Anti-Schnarchschiene kann das Schnarchen positiv beeinflusst werden.

Die Schiene ist ein effektives, nicht-invasives intraorales Gerät für Erwachsene zur Behandlung von chronischem und lautem Schnarchen. Es ist auch eine bewährte Alternative zur Überdrucktherapie (CPAP) bei leichter bis mittelgradiger obstruktiven Schlafapnoe (OSA) oder sogar bei schweren OSA, wenn eine Unverträglichkeit oder Ablehnung einer Überdrucktherapie mit CPAP-Geräten nachgewiesen werden kann.

Die Schiene kann eingesetzt werden bei:

  • Harmlose Formen des Schnarchens (habituelles Schnarchen)
  • Leichte bis mittelgradige obstruktive Schlafapnoe
  • Mangelnde Compliance / Akzeptanz der Überdrucktherapie mit einer Nasen- oder Full Face Maske
  • Intoleranz / Ablehnung der Überdrucktherapie oder zur Druckreduzierung bei Überdruckbeatmung (angenehmere und leisere Beatmung)
  • Alternative bei häufiger Kurzreisetätigkeit, z. B. wenn nur Handgepäck mitgeführt wird